X

Grundeigentümer aufgepasst

Im Bereich Grundstückbesteuerung wird sich durch die Steuerreform einiges ändern. Betriebsgebäude können nur mehr mit einem einheitlichen Satz von 2,5 %abgeschrieben werden, bei Vermietung zu Wohnzwecken – egal ob im betrieblichen oder im privaten Bereich – ist ein Abschreibungssatz von 1,5% vorgeschrieben. Diese neuen Sätze sind ab 01.01.2016 auf für bereits vorhandene Liegenschaften zu verwenden, die Abschreibung ist anzupassen. Daneben kommt es noch zu einer Änderung der Basis: Der Grundanteil ist nicht wie bisher mit 20% sondern ab 01.01.2016 mit 40% auszuscheiden – auch für Liegenschaften die bereits abgeschrieben werden! Hier muss zum 01.01.2016 ebenfalls eine Neuberechnung vorgenommen werden. Sollte dies nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen, ist der Grundanteil wahrscheinlich mittels Gutachten nachzuweisen.

M

Die Abschreibung für Instandsetzungen bei bei Wohngebäuden wird auf 15 Jahre erhöht – die bereits begonnen Zehntel müssen ab 2016 auf 15 Jahre verlängert werden.

Die Immobilienertragssteuer beim Verkauf von Liegenschaften wird von derzeit 25% auf 30% erhöht, außerdem entfällt der Inflationsabschlag.

Als einzige Verbesserung erhöht sich der mögliche Verlustausgleich bei Grundstückveräußerungen im Privatbereich auf 60% (derzeit 50%), man kann diesen Verlust auch auf 15 verteilt ausgleichen.

 M

Grunderwerbsteuer NEU:

M

Die Berechnung der Grunderwerbsteuer von unentgeltlichen Übertragungen wird auf ganz neue Beine gestellt. In Zukunft gelten die folgenden Bestimmungen für alle unentgeltlichen Übertragungen (Nicht nur für solche im engen Familienkreis). Es gibt einen neuen Stufentarif:

bis 250.000,- EUR Grundstückswert 0,5% ,

für die nächsten 150.000,- EUR  2,0 % ,

darüber hinaus 3,5% Steuersatz vom Grundstückswert.

(Der Grundstückswert wird vom tatsächlichen Verkehrswert errechnet)

 künftig Strafen von bis zu 2.000,- Euro.